Friday, January 11, 2008

Endlich ein Update :-)

Endlich - eine Woche nach unserer Rückkehr - habe ich Zeit und Lust meinen Reisebericht zu schreiben. Entweder hatte ich keine Zeit in der letzten Woche oder ich hatte sehr wenig und da war ich meistens zu müde und hab lieber was anderes gemacht. Meine innere Uhr spielt immernoch etwas verrückt. An manchen Abenden bin ich schon um 8 Uhr so müde dass ich grad noch so ins Bett fallen kann und dann wach ich um 2 Uhr auf oder wie die letzten paar Tage immer um 5 Uhr. Bin dann immer aufgestanden wenn Jason zur Arbeit ging. Bei der Arbeit bin ich allerdings noch nie eingeschlafen. ;-) Der erste Tag (letzten Sonntag) war etwas komisch. War schon 5 Stunden vor Arbeitsbeginn hellwach und hatte dann absolut kein Zeitgefühl den ganzen Tag über. Hatte das Gefühl mein Hirn würde schlafen und als hätt ich in meinem Leben noch nie English gesprochen oder gehört. ;-) Jetzt, ein paar Tage später, gehts aber wieder. Brauchte einen Eingewöhnungstag...schließlich hab ich zwei Wochen lang nur Deutsch gehört und geredet. Ich war überrascht, was so wenig Zeit für ne Auswirkung haben kann. :P

So, jetzt zum eigentlichen Bericht. ^^
Am Samstag den 22. Dezember 2007 hat uns Jason's Boss Bill um 8:30 Uhr abgeholt und zum Flughafen nach Huntsville gefahren. Der ist nur eine Autobahnausfahrt weiter, d.h. 5 Minuten später waren wir da. Das Einchecken ging relativ schnell und wir warteten einige Zeit am Gate.




Mit dem kleinen Flugzeugle gings dann nach Atlanta. Eigentlich wollte ich ja Fotos von Huntsville machen aber die Wolkendecke war so dicht, dass ich das vergessen konnte. :-( Ca 45 Minuten später waren wir dann in Atlanta, wo wir 5 Stunden Aufenthalt hatten. Konnten uns also Zeit lassen. Sind dann vom hintersten zum vordersten Terminal gelaufen. Da wir genug Zeit hatten wollten wir nicht die Bahn nehmen. Am Gaten saßen wir dann die meiste Zeit und ich hab nur gefroren. Warum frier ich immer am Flughafen und im Flugzeug? Dieses mal wars aber nur auf der Hinreise - zum Glück. Mit Hot Chocolate und Pizza hielten wir uns dann wach, bis wir die nette amerikanische Familie neben uns kennen lernten, die hofften auf unseren Flug zu kommen (sie waren standby). Sie wollten nach Nürnberg um den Freund der 18jährigen Tochter zu besuchen, zu dem sie diesen Sommer ziehen will. Wir haben Erfahrungen ausgetauscht, weil ich ja auch umgezogen bin ;-) Ich erzählte ihr von allem, was mir von Deutschland fehlt, und was ich nicht vermisse.




Als wir dann endlich an Bord durften, durfte die vierköpfige Familie auch mit und saß nicht weit weg von uns. Als es losging habe ich mir die Schlafmaske aufgesetzt ^^, die Ohrstöpsel eingestöpselt und die Decke über den Kopf gezogen. Ich war SO müde und da es ein Nachtflug war, wollte ich nur schlafen. Zum Abendessen und Frühstück hat mich Jason allerdings geweckt. Ich vermachte ihm allerdings mein halbes Essen weil ich beim Fliegen eh nie viel esse. Nach unbequemen 8.5 Stunden waren wir dann endlich Stuttgart nahe. Als wir über Europa flogen habe ich die ganze Zeit nur den Sonnenaufgang geknipst. ;-)












Ich wollte auch unbedingt fotografieren, wie wir durch die Wolkendecke fliegen bei der Landung. Ich stupfte Jason noch an und sagte "jetzt gehn wir durch die Wolken" und zack saßen wir auf dem Boden. Ich hätte gerne meinen Blick gesehen *lol* Das war nämlich keine Wolkendecke. Das war der dichte Nebel in Stuttgart. Sowas hab ich noch nie gesehen! Auf dem Foto kann man ja grad so den Rand der Landebahn sehen. Der Pilot sah garnicht wo er hinfuhr ;-) Wir haben weder das Flughafengebäude noch die anderen Flugzeuge sehen können. Das war echt der Hammer!



Nachdem wir relativ schnell durch die Passkontrolle waren und endlich unsere Koffer hatten, wurden wir um 9:15 Uhr auch schon von meinen Eltern und Schwester in Empfang genommen mit einem Wilkommens- und Happy Birthday Jason-Schild. :-) Es war soooo schön sie wieder zu sehen! :D Als wir den Flughafen verlassen haben fühlte ich mich wie im Paradies! Eine Saukälte überraschte uns und alles war weiß. Aber nicht wegen Schnee sondern weil der Nebel an den Bäumen und Gebüschen festgefroren war. Wir fuhren erst mal zu meiner Oma die in Stuttgart wohnt und bekamen ein leckeres Frühstück. Jason wollte ja unbedingt Mohnbrötchen. :D




Auf dem Heimweg wurde es noch viel weißer da es bei meinen Eltern viel mehr Nebel gab als bei meiner Oma.










Daheim angekommen hab ich erst mal unsere Katze geschmust und mein altes Zimmer begrüßt. Es war ein komisches Gefühl wieder da zu sein, nach so "langer" Zeit, aber ich hab mich riesig gefreut. :D Am Nachmittag sind wir dann auf den Ludwigsburger Weihnachtsmarkt gegangen. Ich habe mir einen abgefroren und ständig sind mir unfreundliche Leute auf die gefrorenen Zehen getreten und einmal wurde ich auch von einem Kinderwagen angefahren. Und alles ohne "excuse me". Musste mich erst mal dran gewöhnen, dass in Deutschland die Leute nicht so höflich sind. :-/

Am nächsten Morgen quälte ich mich früh aus dem Bett weil ich um 9:30 Uhr zusammen mit meiner Freundin Chrissi (die extra aus England angeflogen kam für mich :D) einen Friseurtermin hatte. Haben uns beide einen neuen Haarschnitt verpassen lassen und wurden dabei von unseren Friseurinnen über England und die USA ausgequetscht. Das war lustig. Danach sind wir noch nach Ludwigsburg und haben unsere ehemaligen Kollegen im Buchladen besucht. War schön (fast) alle wieder zu sehen. Wieder in Tamm haben wir dann kurz beschehrt und Chrissi ging wieder heim. Abends kam meine Schwester zu uns und nach einem leckeren Raclette gabs Geschenke. :D Und ich kam nicht zu kurz ;-)
Am 25. kam meine Tante zum Kaffe und Abendessen vorbei und am 26. waren wir wieder bei meiner Oma in Stuttgart wo ich meine ganze Verwandtscahft wieder gesehen habe und Jason (fast) alle zum ersten Mal sah. Alle fanden ihn toll was mir natürlich sehr recht war ;-) Bevor wir an dem Tag zu meiner Oma sind fing es doch tatsächlich an zu schneien in Tamm! Ich bin natürlich gleich mal wie ne Verrückte rausgerannt und hab mich gefreut :D (So bin ich halt^^)




Am nächsten Tag holte Jason seinen Mietwagen ab (toller A3 :D) und besuchte bis zum 30. seine Großeltern und ehemaligen Nachbarn in Weinheim. In der Zeit traf ich mich mit meinen Freunden und ging zu einem Azubitreffen. An Silvester waren wir zwei dann bei meiner Schwester zum Mittagessen eingeladen um ihre "neue" Wohnung zu sehen. Ich musste fahren und hatte schon Panik, dass ich die Autobahn nicht überleben würde. ;-) Hier fahre ich einen Ford mit 145 PS und in D. einen Lupo mit 50 PS und Gangschaltung. Bei dem Verkehr dort schon ein riesen Unterschied. Zum Glück haben wir es aber überlebt. ;-) Abends gabs mit meinen Eltern dann ein leckeres Fondue und um 0 Uhr gings raus, wo mein Paps und Jason Feuerwerk machten. Ich knipste, meine Mom filmte und dann fing es auch noch an zu schneien. Kurze Zeit später war alles weiß und wir klatschnass. Danach kamen noch die Nachbarn mit zu uns und um ca 2 Uhr bin ich dann ins Bett weil ich so müde war.






An Neujahr besuchten wir dann meine Tante und Jason bekam mal die vielen (und damit meine ich wirklich VIELE. Ich glaub 80 waren es?) Papageien und andere Vögel zu sehen. Leider konnte ich dort nicht fotografieren aber vielleicht kann ich ja bei Gelegenheit ein Video hochladen.
Am 2. Januar haben wir dann nochmal ein paar (viele) Sachen eingekauft und am 3. war nurnoch Packen angesagt. Abends waren wir dann noch Essen mit meinen Eltern und am 4. gings morgens um 11:40 Uhr auch schon wieder zurück in die USA.



(ganz klein ist der Stuttgarter Fernsehturm zu sehen :-))



(Byebye Schwabenländle)

Die ersten 5 Stunden verbrachte ich mit Schreiben und danach mit Fotografieren, da wir nämlich über mein geliebtes Grönland flogen. Ich klebte die ganze Zeit nur am Fenster. Es war einfach traumhaft und ich kann es NICHT erwarten, bis ich endlich nach Grönland reisen kann. Davon träume ich schon so lange.











Grönland war wirklich das Highlight des ganzen Fluges. Zumindest für mich. :D Die letzten 5.5 Stunden waren toooootlangweilig. Ich konnte nicht wirklich schlafen, da es kein Nachtflug war und außer Rush Hour 3 waren die Filme auch nicht so der Renner.

Als wir in Atlanta gelandet sind war unser Gate belegt und wir hatten schon Angst, dass wir unseren Anschlussflug nach Huntsville verpassen würden.






Bei der Passkontrolle war eine rieeeeesen Schlange (sonst gings bei mir in der US-citizen-Reihe immer etwas schneller aber dieses Mal nicht) und auf die Koffer mussten wir auch ewig warten. Jason's einer (eigentlich meiner) Koffer war unten total zerfetzt und nurnoch das Futter hielt den Kofferinhalt zusammen. Ein freundlicher Gepäckmensch packte uns den Koffer schnell in eine große Tüte ein. Als wir dann endlich durch die Zollkontrolle waren und zwei mal durchleuchtet wurden, fanden wir endlich unser Gate und hatten zum Glück noch etwas Zeit, da der Flug etwas nach hinten verschoben wurde. Wir warteten wie tot am Gate. Ich hatte überall Schmerzen und mir war so schlecht vor Hunger, aber ich konnte nichts essen eben weil mir so schlecht war. :-/ Als wir dann endlich nach Huntsville flogen, bekamen wir ein wunderschönes Lichterspiel zu sehen. Atlanta bei Nacht. Leider konnte ich nicht fotografieren, aber es sah super toll aus! In Huntsville angekommen fand ich gleich meine zwei Koffer. Jason fand den eingepackten, aber nicht seinen anderen. Der stand nämlich noch in Atlanta. :-/ Der Mensch der dafür zuständig war sagte uns, er würde dafür sorgen, dass uns der Koffer am Abend noch gebracht würde, wenn er mit der letzten Maschine nach Huntsville kommt. Gebracht wurde uns natürlich nichts. Stattdessen wurde Jason am Telefon gesagt, man würde ihn am folgenden Tag (Samstag) zwischen 9 Uhr morgens und 9 Uhr abens bringen. Na super! Wir haben SO viel zu tun bevor ich wieder arbeiten gehn musste, da haben wir doch keine Zeit 12 Std daheim zu hocken und zu warten! Zum Glück kam der koffer um 7:30 Uhr morgens und wir hatten den ganzen Tag Zeit für unsere Erledigungen. :-)

So, das war unsere Deutschlandreise. Ich war SEHR froh, meine Familie, Verwandten und Freunde wieder zu sehen, aber ich habe sehr schnell festgestellt, dass ich nicht mehr in Deutschland leben könnte. Ich bin zwar erst 16 Monate weg, aber ich würde die Kriese kriegen wenn ich wieder zurück müsste. Alles so eng, voll, unhöfliche Leute und ich sah auf einmal über all Dinge und Leute, die die USA kopierten - egal mit was. Nee...da pass ich nimmer hin. Ich vermisse nur meine Lieben dort...und Spätzle ;-)

6 comments:

Silvia said...

Alex, deiner Reisebeschreibung ist nichts mehr hinzuzufuegen! Ich fuehle genauso und kann mir alles genau vorstellen! Klasse dass ihr eine tolle Zeit drueben hattet

Joey said...

Na endlich gibt es mal wieder etwas zum Lesen von dir ;). Hast echt schoene Fotos gemacht, Suesse! Freut mich dass du eine so tolle Zeit bei deiner Familie hattest und auch deine Freunde sehen konntest :). Ausserdem finde ich es cool zu lesen dass du dir nicht mehr vorstellen koenntest in Deutschland zu leben! Die Deutschen sind schon sehr unhoeflich und solche Mullis...

Helena & Helge said...

hallo alex,

schoen, dass du deine zeit in D geniessen konntest.
schoener bericht.
ich weiss, genau, was du meinst mit"ich koennte nicht mehr in D leben".
uns geht es aehnlich. als wir letzten sommer fuer 4 tage da waren, war es zwar schoen, familie und freunde wiederzusehen, aber wir fuehlen uns hier umm so viel wohler und die menschen sind einfach so viel relaxter und freundlicher in den usa.
da kann ich nur sagen, willkommen zurueck daheim ;-)

Helena

von Daniela said...

Huhu!!!:)

Danke für den schönen Bericht und die Photos:)
Un du hattest endlich deinen Schnee!!! *lol*

lg Dani

Steffi said...

das war wirklich interessant zu lesen und tolle fotos hast du gemacht! ich bin schon gespannt ob ich auch nen reverse culture shock bekomme wenn ich im juli nach deutschland fliege.

Janina said...

aww, das ist ein toller bericht :) ich hätte mal beim hinflug die 5 Stunden nach Atlanta fahren sollen, nur um euch wach zu halten :P ^^ dann hätt ich dich wenigstens auch mal gesehen... nja...ich bin auch gespannt, wie das wird, wenn ich wieder zurückgehe... =S
HDL
Janina