Sunday, March 09, 2008

On the road -- 2. Tag

Der heutige Tag war unser Pechtag. Normalerweise glaube ich nicht an sowas aber anders kann man den Tag nicht beschreiben. Es ging schief was nur schief gehn kann! Um 8 Uhr fuhren wir von unserem Motel weg und in Richtung West Virginia. Kurz danach kamen wir auch schon nach Maryland wo das Unwetter anfing. Als wir in Pennsylvania waren gings so richtig los und wir haben vor lauter Regen die Straße nicht mehr gesehen. Zudem muss ich sagen, dass die Interstate in PA noch viel schlimmer ist als die in Tennessee und ich richtig Angst um mein Auto hatte, das ja hinten am Truck dran hing. Manche Autos hielten sogar rechts an weil sie nimmer weiterfahren konnten. Das wollten wir aber nicht, weil wir ja noch n langes Stück vor uns hatten. Als wir nach New Jersey kamen hörte es dann auf und die Straßen waren wieder zu sehen (kein Wasser mehr ^^), der Zustand der Straßen war jedoch immernoch schlimm. Die Interstate führte uns geradewegs nach New York. Wir hatten es furchtbar schwer auf die richtige Straße zu kommen da wir alle paar Meter aus ner anderen Ausfahrt raus mussten und alles total hektisch war. Irgendwann kamen wir dann zur Georg W. Bridge und standen im Stau. Über die mussten wir drüber aber auf unserer Wegbeschreibung stand davon NICHTS! Haben dann zwei verschiedene Autofahrer im Stau gefragt und der zweite sagte uns, wir müssten über das Upper Level weil wir ein Truck sind. Herzlichen Dank! Das wussten wir nicht, da es mal wieder KEIN Schild gab. Mussten uns als über 3 vollgestopfte Spuhren quetschen. Am heutigen Tag hab ich angefangen die New Yorker nicht mehr leiden zu können. Ich habe noch NIE so ein stuhres und unfreundliches Volk erlebt. :-( Total eingebildet. Wir hatten es ja super schwer mit dem Truck und dem Anhänger überhaupt wo durch zu kommen. Und dann wurden wir auch noch ausgehupt. Ja sorry, guckt halt auf mein Autonummernschild, dann seht Ihr woher wir kommen! Aaah! Iiiiirgendwann, eine ganze Stunde später kamen wir dann mal zu der Brücke. Da war noch ein viel größeres Verkehrschaos. Ich kann jedem davon abraten Samstag abends nach New York reinzufahren! Unsere Nerven lagen blank. Es war stockfinster und vor Regen hat man eh nix sehen können. Als wir zu der Tollstelle kamen zum Bezahlen stand da ein Schild "$ 8"...dachte nur, das ist aber viel (die anderen kosten weniger)...als wir dann zum Zahlen kamen sagte die Frau $ 32!! Wir haben beide gedacht wir hören nicht richtig. Und sie klärte uns auf. $ 8 pro Achse. Da wir mit 4 Achsen unterwegs waren durften wir so viel blechen. Ich war echt geschockt. Und ein Schild gabs ja eh nicht, das uns vorwarnte..pff. Als wir dann über die blöde Brücke drüber waren gings wieder los mit Spuhren wechseln und Ausfahrten suchen. Dann verfuhren wir uns auch noch und kamen einfach nimmer aus der einen Straße raus und konnten auch nicht umdrehen da wir zu lang waren und uns ja eh KEINE Sau auf die andere Spuhr lies. Ich war echt kurz davor einen Anfall zu kriegen ^^ Irgendwo fanden wir dann eine Stelle wo man einen U-Turn machen konnte und fuhren ein Stück zurück. An einer Tanke fragte mein Papa einen Kassierer aber der war nicht von da und erzählte nur Stuss. Als wir grad weiterfahren wollten kam ein anderer Mann zu uns, der das Gespräch hörte und bot uns an, uns aus NY rauszuführen, weil er eh in die Richtung musste. Gott sei Dank! Er zeigte uns einen Schleichweg und führte uns auch noch voll über nen Sperrstreifen aber das war uns egal. Er sagte uns auch, dass wir garnicht auf der Straße fahren dürften, die der Routenplaner ausspuckte weil wir einen Truck haben. Er zeigte uns eine bessere Interstate und irgendwann schafften wir es dann tatsächlich aus dem bescheuerten New York raus, nachdem wir fast 3 Stunden rumgeirrt sind. Da es schon sehr spät war suchten wir in Connecticut nach einem Motel. Leichter gesagt als getan. Auf einmal gabs weit und breit keine mehr zu sehen. Wir wurden immer müder, der Tank immer leerer und die Katzen immer ungeduldiger. :-/ Auf der Suche nach einer Tankstelle verirrten wir uns in einem komischen, dunklen Wald und mussten ewig fahren bis wir eine Stelle zum umdrehen fanden..*grrrrrr* Als wir zurück auf der Interstate waren kriegte ich einen Lachanfall. Ich war so fertig und müde und mein Papa und ich wussten nicht ob wir lachen oder heulen sollten. Alles ging schief und wir verirrten uns überall mit unserem Gespann und es war sooo dunkel + es regntete + gewitterte. Als wir dann endlich ne Tanke fanden fragten wir einen Typen aus der Gegend, der uns sagte, wir sollten noch 10 Meilen weiterfahren. Irgendwann fanden wir dann ein Motel von der selben Kette von der Nacht davor. Draußen ging ein eisigkalter Sturm und ich bin fast erfroren als wir die Sachen aus dem Auto holten. Meine Katzen haben wir unter einer Decke ins Zimmer geschmuggelt da keine Tiere erlaubt waren. Das war mir jedoch egal. ;-)




Motelzimmer



Appalachen im Nebel



Grenze zu West Virginia ;-)



Unscharfes Schild von Maryland



Und ab nach Pennsylvania, the State of the kaputten Straßen ^^



Endlich raus aus PA und rein nach NJ



In der Ferne kann man NYC sehen :P



Da fing der Stau an...ganz oben hinter der Kurve und noch viel weiter kam dann endlich mal die George W. Bridge

2 comments:

Joey said...

Und weiter geht es mit den faszinierenden Fotos! Ich bin heilfroh dass ihr dann noch gut angekommen seid nach so einem Stress in NY :(. Die Fotos von den Apalachen sind wunderschoen! Das nenne ich mal eine Reise ;).

von Daniela said...

Was für ein Stress! Ich würde durchdrehen, aber das hilft ja auch nicht weiter:(